Poel
FKK-Strand “Am Schwarzen Busch”: In Kirchdorf geradeaus bis zum Ende der Straße zum “Schwarzen Busch”. Nach rechts erstreckt sich ein langer Strandabschnitt an dem nach Nordosten zeigenden Steilufer. Der Strand ist von ordentlicher Qualität und nicht überlaufen. Er wird überwiegend als FKK-Strand genutzt. Das Wasser ist lange Zeit sehr flach, für Kinder gefahrlos, für Schwimmer fast ein bißchen weit, bis man endlich ins tiefe Wasser kommt. Einen weiteren schönen FKK-Strand gibt es direkt angrenzend an das Naturschutzgebiet “Fauler See” an der Südseite der Insel. Zufahrt über Kirchdorf in Richtung Timmendorf, auf halber Strecke nach links über Wangern und Hinterwangern den ausgebauten Weg bis zu einem – in der Saison – bewachten Parkplatz. Hinter einer Waldkulisse liegt windgeschützt ein kilometerlanger, ordentlicher Strand. Das flache Wasser ist ein idealer Spielplatz für Kinder. Der Blick geht über die Wismarbucht in Richtung Festland auf die nach Kirchdorf einlaufenden Segelschiffe, auf die knapp 10 Kilometer entfernte Stadt Wismar und die Werftanlagen der MTW-Werft. Durch seine Südwest-Lage kann man sich an diesem Strand bis zum Abend in der Sonne aufhalten (darum viel empfehlenswerter als der nach Nordosten gerichtete, schmale Strand am Steilufer bei Timmendorf).
Der Strandabschnitt am NSG “Fauler See” ist traumhaft schön und der Parkwächter (Hauptsaison) wohl nicht sehr geschäftstüchtig. Allerdings wäre es schade, wenn dieses schöne Stück Erde überlaufen wäre.
Die beschriebene Möglichkeit “Am Schwarzen Busch” scheint es nicht mehr zu geben. Ich habe keine Nudisten gesehen und das offizielle Gastgeberverzeichnis weist nur den Strand neben dem NSG Fauler See als FKK-Strand aus. [07/2002]
Prora [10689]: KDF Badestrand
Kraft durch Freude, dafür steht KDF, war die Idee hinter dem Koloss von Prora, dem größten jemals auf der Welt für das einfache Volk (siehe Ausstattung) gebautem Hotelkoplex direkt am schönsten Strand der Insel Rügen. Noch heute stehen zu 80% nicht genutzte, weil für heutige Bedürfnisse einfach zu gigantisch bestehende Urlaubergebäude jedes 500m lang.
Davor ein traumhafter Sandstrand, der teilweis für einen allein zu existieren scheint.
Man kann also bis Binz am Strand laufen, eher toben, das sind vom oderen Ende über 4 km eher mehr bis man den “geschlossen Textilbereich” erreicht. Die Anlage “atmet” Geschichte und verharrt im Dornröschenschlaf. Hier ist man Historiker und FKKler in einem – und Dornröschen wartet geduldig alle geschichtlichen Abschnitte ausharrend über sich ergehen lassend, endlich erweckt zu werden. [08/2008]
Es gibt den FKK Strand zwar noch aber leider keinen mehr, der es auch macht. War diesen Monat dort und habe mir den Strand mal angesehen. Es waren nur Textile dort und der Strand ist auch nicht mehr schön. Es liegt überall scharfkantiges Glas im Sand und viel Müll. Dazu kommt noch der Hundekot den keiner weg machen will. Schade um den Strand. [08/2010]
Ich habe bei meinem Besuch Rügens im August 2010 auch den FKK-Bereich zwischen der Seebrücke der ehemaligen KDF-Anlage von Prora und Binz besucht. Beginnt man an der Seebrücke so befindet sich direkt benachbart der Hundestrand, ein ca. 50 Meter breiter Streifen, auf dem sich aber während meiner Strandbesuche zahlreiche FKK-Freunde aufhielten. Südlich des Hundestrandes schließt sich ein als FKK-Bereich ausgewiesener ca. 150 – 200 m breiter Strandbereich an. Hier gab es zu mehr als 90 % FKK-Anhänger. An heißen Tagen war die Zahl der Besucher extrem hoch, so dass man früh dort sein sollte, um einen geeigneten Platz zu finden. Wandert man weiter Richtung Süden folgt ein ca. 200 m breiter und mit Strandkörben ausgestatteter Textilstrand. Alles was sich zwischen dessen Ende und dem Strand von Binz befand war während meiner Besuche und die dauerten ca. 1 Woche komplett in der Hand der FKK-Gemeinde. Dieser Bereich gefiel mir besonders gut, da er wenig besucht war und ausreichend Platz bot. Eine Strandbude im nördlichen Bereich störte mich etwas. Diese war von bekleidet! en Badeg ästen umgeben und machte auf mich den Eindruck eines Textilghettos.
Der Strand machte einen sehr gepflegten Eindruck, war breit, sauber, feinsandig und besaß keinerlei Treibgut in Form von angespülten Wasserpflanzen oder Holz. Der Zugang zur Ostsee ist flach und man kann ca. 100 Meter ins Meer waten, ehe man zum Schwimmen gezwungen ist. Für Kinder scheint mir dies eine ideale Situation zu sein. Der Strand bot an einigen Stellen Sportmöglichkeiten, die aber eventuell Eigentum des in der direkten Nachbarschaft errichteten Campingplatzes waren. Das gilt ebenfalls für die sanitären Einrichtungen. Aufgrund seiner Entfernung zu den Textilstränden von Binz suchten ihn kaum bekleidete Bernsteinsucher auf. An trüben, kühleren Tagen mag diese Situation anders sein.
Ein Nachteil des Strandes ist sein Zugang. Es besteht die Möglichkeit den langen Weg von Binz entlang der Ostsee zu wählen, eine für Badegäste mit viel Gepäck eher unattraktive Variante. Alternativ existieren Zugänge über das Campinggelände. Die dritte Möglichkeit ist die, dass man den kostenpflichtigen Parkplatz des Besucherzentrums Prora nutzt und von dort den mit „Zum Strand“ markierten Durchgang durch die Anlage wählt. In dieser Variante sehe ich einen Nachteil des FKK-Bereiches. Besucher der Anlage von Prora nutzen diese Möglichkeit und geraten so wissentlich oder zufällig zum FKK-Strand, so dass sich fast ständig dort bekleidete Personen aufhalten, Fotografen inbegriffen. Die südlichen Strandbereiche bleiben von diesen Gästen aber verschont.
Eines möchte ich hervorheben. Sehr angenehm empfand ich es, abends, d.h. nach Abzug der Touristen in der Nähe der Seebrücke noch einmal zu baden. Dann findet man dort nur noch wenige Einheimische, die den Reiz dieser isolierten Ecke des Strandes genießen.
Ich kann diesen Strand sehr empfehlen.
[12/2010]

