Otterstadt [67166]: Binsfeldsee

Ein Baggersee zwischen Speyer Richtung Ludwigshafen auf der B 9 bei Otterstadt Abfahrt. Das Gebiet nennt sich “Binsfeld”. Es ist ein sehr großer Baggersee, auf der einen Seite private Grundstücke, gegenüber ein Areal für FKK-Anhänger. Die Nackten sind hier von einem ausgebauten Textilstrand auf eine lange Halbinsel “vertrieben” worden. Dort befindet sich auch die lange Liegewiese, hinter Sträuchern versteckt. Hierhin verirren sich die Leute vom Textilstrand nur manchmal. Die Menschen scheinen sich untereinander zu kennen, es herrscht eine angenehme Atmosphäre. Von jungen Leuten sind nur Paare anzutreffen, so daß man gegebenenfalls Freunde mitbringen sollte. Sonntags können hier Ölsardinenverhältnisse herrschen. Der Abstieg ins Wasser ist sehr steil und für kleine Kinder oder für Spiele im Wasser nicht empfehlenswert. Bessere Bewegungsmöglichkeiten als die Wiese bietet der Rest der Halbinsel, hier begegnet man allerdings fast überall nur bekleideten Leuten. Boule wird entlang des Weges gespielt. Am Sandberg, direkt am Wasser, gibt es genug Platz für Ballspiele (wenn man zu mehreren und schneller als die Angezogenen ist, halte ich die Benutzung für realistisch – am besten aber für alle Fälle eine ältere Person vor Ort fragen). Sanitäranlagen (sowie eine Anlage für Beach-Volleyball) sind am Textilstrand vorhanden.

Nachtrag zum Binsfeld: Parkgebühren wochentags, sowie am Wochenende € 2,50.
Die sandige/kiessige Landzunge ganz am Ende des FKK-Bereiches ist seit 2002 nicht mehr vorhanden. [05/2002]

Wenn man von der B 9 kommend (Kraftfahrtstraße zwischen Ludwigshafen und Speyer) die Abzweigung Otterstadt nimmt, fährt man auf Otterstadt zu und nimmt den zweiten geteerten Feldweg nach rechts (nicht die Zufahrt zum Binsfeld-Hotel) und parkt dort auf dem Parkplatz (tagsüber 2,50 Euro Gebühr). Nun geht man zu Fuß zum Textilbadestrand den Teerweg weiter. Läuft man links am Strand vorbei den Weg weiter, so gelangt man auf eine Halbinsel, die komplett für FKK reserviert ist (Schild: FKK-Bereich) Es gibt eine Hügellandschaft, auf beiden Seiten der Halbinsel kleinere und größere Stellen zum Lagern. Leider geht es nicht allzu flach ins Wasser entlang der Halbinsel (nicht für Kleinkinder geeignet), am Ende jedoch ist eine Art Badewannenlandschaft mit flachen Wasserwannen. Die Insel ist zum Teil mit kleineren Bäumen bestanden.
Das Publikum ist bunt gemischt, Einzelpersonen, Paare, Familien. Am Textilstrand gibt es ein Bistro. Leider liegt viel Müll rum, am FKK-Bereich jedoch weniger. Vielleicht lag’s auch am heißen Sommer und der hohen Frequentierung. Das Wasser macht einen sauberen Eindruck am FKK-Bereich, am Textilbereich weniger. [09/2003]

Meine Vorredner sagten ja schon vieles übers Binsfeld, aber es gibt dort ja 2 Seen. Der eine mit Textil, der andere ist ein reiner FKK-See, der aber nicht offizell ausgewiesen ist. Er liegt linker Hand kurz nach dem Parkplatz. Dort findet man genug Platz für das Nacktsonnen. Geht man um den See in Richtung Autobahn, findet man dort nur noch Männer. Aber auch sonst sollte man nicht zu prüde sein, da es in den kleinen Inseln immer wieder auch Paare gibt, die sich ihrer leidenschaft hingeben. [12/2003]

Ich habe zu meinen Vorredner noch einen wichtigen Nachtrag abzugeben:
Es stimmt, dass man in Richtung Autobahn nur noch Männer antrifft – sowie auch einige Pärchen, die sich angeblich “ihrer Leidenschaft” hingeben. Dazu sei allerdings eine Warnung an alle Frauen ausgesprochen, sich dorthin evtl. alleine verirren sollten.
Man kann sich vor Belästigungen kaum retten u. wehren. Die Typen rennen nackt u. in permanent aufdringlicher Weise durch das Gebüsch, sowie auf den Wegen herrum u. spannen in jede Ecke, so dass man geradezu wütend werden kann. Die Toiletten am Kiosk sind in weiter Ferne u. man hat als Frau nicht einmal im tiefsten Gebüsch seine Ruhe. An sich ist der Strand dort sehr schön, allerdings hab ich mir schon überlegt, ob ich nicht in Bezug auf den Paragrafen 183 des STGB an Ort u. Stelle Anzeige erstatten sollte wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses.
Das hat auch mit Prüderie nichts mehr zu tun. So kann man beispielsweise Unsittlichkeiten beobachten wo selbst Kinder in der Nähe sind, bzw. nicht weit des Geschehens mit Schwimmflügeln ins Wasser gehen.
Das hat alles mit normalem FKK und Freude an der Sonne nicht mehr viel zu tun. Hier werden ganz offensichtlich Unsittlichkeiten gefördert. Für jede anständige Frau eine Ohrfeige. Wir leben in einem freien Land u. man kann sich nicht in Ruhe sonnen ohne dumm angequatscht und aufdringlich angegafft zu werden. Klar, man kann ja diesen Teil des Weihers meiden, aber es ist und bleibt dennoch eine Unverschämtheit. [10/2004]

Gemäß neuer Gemeingebrauchsverordnung der Stadt Speyer ist die Nutzung des linken Sees – vom Parkplatz aus gesehen – in jeder Weise verboten. Es finden laufend Kontrollen statt, Bußgelder von EURO 35. werden erhoben. Dieser sog. Gänsedrecksee mit seinem wunderschönen Ufer stand ja wegen angeblicher Unsittlichkeiten immer wieder mal unter
Beschuss. Siehe obiger Beitrag. Vielleicht findet die Verfasserin jetzt wieder ihre sittliche Ruhe.
Auf jeden Fall ging eines der wirklich schönsten FKK-Reviere dieser Gegend verloren. Seit über 20 Jahren gehe ich dort hin und mein sittliches Seelenleben hat keinen Knacks bekommen. Leben und Leben lassen, wie einfach wäre alles. [05/2007]

Zur Erläuterung: Es gibt zwar immer wieder Kontrollen am FKK-Strand, von denen wir uns aber nicht beeindrucken lassen. Die Security kennt uns schon, sagt ihr Sprüchlein und geht weiter. Aufgrund der Vorkommnisse vor 2 Jahren, als zwei Mädchen vergewaltigt worden sein sollen, sind solche Kontrollen erforderlich. Von den Schwulen, welche zu 90 % sich auf der OStseite des Sees aufhalten, geht aber so eine Gefahr bestimmt nicht aus. Die Stadt Speyer hat im Jahr 2007 wohl an die 50.000 € für die Sicherheitsmaßnahmen ausgegeben, Kindergärten laufen daher schon Sturm, dass hier das Geld rausgepulvert wird und auf der anderen Seite kéin Geld da ist.
Wir kommen schon seit 20 Jahren ans Binsfeld und werden auch die nächsten Jahre bestimmt dasein….[09/2007]