Potsdam [14473]: Heiliger See

Der Neue Garten gehört mitsamt des in ihm gelegenen Heiligen Sees zu den weniger bekannten, aber dennoch sehr sehenswerten historischen Parkanlagen Potsdams. Neben dem Marmorpalais aus dem 18. Jahrhundert ist es vor allem das Schloß Cecilienhof, das die Touristen anzieht, wurde hier doch 1945 das Potsdamer Abkommen unterzeichnet. Aber auch die Einheimischen kommen gerne in den Park, wenngleich meist aus anderen Gründen. Denn selbst im Hochsommer, wenn andere Gewässer mit Algenblüten und trübem Wasser zu kämpfen haben, sind im Heiligen See Sichttiefen von zwei Meter und mehr keine Seltenheit. So wundert es kaum, daß an heißen Sommerwochenenden Hunderte, manchmal sogar Tausende von Nackt- und Textilbadern die Wiesen entlang des Seeufers bevölkern. Die Schlösserverwaltung, zu deren Zuständigkeitsbereich der Heilige See gehört, ist von diesen Zuständen jedoch weniger angetan. Alle Versuche, die Badenden (unter denen sogar schon Mitarbeiter der Kulturverwaltung selbst gesichtet wurden) aus den historischen Anlagen zu vertreiben, schlugen bis jetzt allerdings fehl. Seit einigen Jahren hat man sich auf einen guten Kompromiß geeinigt: Das Baden am Nordufer wird zwischen Hasengraben und Grünem Haus geduldet. Wer außerhalb dieses Bereichs auf den Wiesen lagert, muß damit rechnen, von der Parkaufsicht vertrieben zu werden. Ein Problem sind leider nach wie vor vereinzelte nächtliche “Jugendveranstaltungen” mit Trinkgelagen, Lagerfeuern und Schlägereien. Tagsüber geht es aber immer sehr friedlich zu, insbesondere auf der FKK-Wiese östlich des Grünen Hauses. Zu den Besuchern gehören viele Studenten der Potsdamer Universität, ältere Semester und Familien mit Kindern kommen jedoch ebenso gerne hierher. Bis zum späten Abend kann man die Sonne genießen, einige schattenspendende Bäume gibt es aber auch. An drei Stellen befinden sich kleine Lücken im Schilfgürtel, durch die man in das Wasser gelangen kann. Für Nichtschwimmer ist der See allerdings weniger geeignet, da selbst Erwachsene schon nach wenigen Schritten bis zum Hals im Wasser stehen. Anfahrt: Von Berlin mit dem Bus 116 bis Glienicker Brücke, dann zu Fuß an der Havel entlang auf dem ehemaligen Grenzstreifen zum Neuen Garten. Von Potsdam mit der Straßenbahn 93 ebenfalls zur Glienicker Brücke, dann durch die Rembrandtstraße zum Neuen Garten. Eine Toilettenanlage wurde vor kurzem neben dem Grünen Haus errichtet.

Am heiligen See in Potsdam sind zwei FKK-Liegewiesen. Am dritten Strand liegt alles durcheinander wie jeder mag. Man kommt dahin durch den Eingang zum “Neuen Garten. Der See ist klar und sehr schnell tief werdend, leicht steiniger Grund, nur schmale Durchgänge durch das Schilf zum Wasser. [11/2004]

Potsdam: Templiner See

Zwischen Potsdam und Caputh liegt das Strandbad Templin. Im südlichen Abschnitt befindet sich der FKK-Bereich. Das Wasser ist optisch relativ sauber (z. Zt. leichte Algenbildung). Der bewachte Strand besteht teils aus Wiese, teils aus Sand. Sehr kinderfreundlich. Zivile Preise, 4 DM Erwachsene, Familie mit 2 Kindern zusammen 7 DM, Bewirtschaftung, billiges Parken 3 DM / Tag (bewachter Parkplatz empfohlen, da ausserhalb gelegentlich Autos geknackt werden). [08/2001]

Am Templiner See gibt es jetzt auch einen gemischten FKK/Textil- Bereich. Die FKK-ler weichen aber noch immer in den “reinen” Textilbereich aus um Platz zu haben. Auch ist dort oben ohne mehr als üblich, so ca. 60%. Auch laufen immer wieder viele aus dem Textilbereich nackt in den FKK- Bereich, da es dort eine Sonnenplattform im Wasser gibt. Im Textilbereich gibt es eine Rutsche im Wasser, um welche auch immer wieder nackte Mamas herumstehen, um auf ihre Kleinen aufzupassen. Also nackt eigentlich überall möglich und im FKK-Bereich wird auf Nacktsein durch die Schwimmmeister(-innen) geachtet. Parken auf dem Parkplatz kostet 2€ für den ganzen Tag. Moderate Imbisspreise. Sehr schöne Anlage. [01/09]