Neu-Ulm: ehemals Atlantis Freizeitbad, jetzt Wonnemar
Das Atlantis-Freizeitbad hat eine herrliche Saunalandschaft im Obergeschoß mit zwei Außensaunen und neun Innensaunen. Außerdem eine separate Damensauna. Viel Vergnügen! [04/2000]
Dort hat es gebrannt und jetzt ist das Bad bis auf weiteres geschlossen. [03/2007]
Das Atlantis Freizeitbad in Neu-Ulm / Bayern war aufgrund eines Schwelbrandes m.E. Anfang März letzten Jahres höchstens zwei Wochen geschlossen.
Aktuell : Nach der Übernahme der Anlage durch die Städte Ulm und Neu-Ulm vom ehem. Badbetreiber werden bzw. wurden immer wieder neue Mängel festgestellt. Dies war auch nicht anders zu erwarten.
Siehe dazu : hier die aktuelle Internetadresse des Badetempels :
http://www.atlantis-freizeitpark.de/Der erste Internetbeitrag auf dieser Seite hat nach wie vor Gültigkeit. FKK ist nur in der Saunalandschaft möglich.
[02/2008]
150.000 Euro Soforthilfe für das Sorgenkind “Atlantis”
Neu-Ulm
Mit einer Summe von 150.000 Euro wollen die beiden Städte in einer ersten Sofortmaßnahme das Erlebnisbad “Atlantis” wieder aufmöbeln. Gestern sind Aufträge in diesem Volumen Firmen vergeben worden. Sie sollen die Arbeiten innerhalb der nächsten sechs Wochen umsetzen. “Das Bad muss sehr schnell sicherer und attraktiver werden, damit wieder mehr Besucher kommen”, gibt Neu-Ulms Bürgermeister Gerd Hölzel das Ziel vor.
Monatelang war das Bad in den Negativ-Schlagzeilen – wegen des schlechten Zustandes und auch wegen des Hickhacks der beiden Städte mit dem früheren Betreiber Wolfgang Stichler. Der hatte zuletzt nichts mehr in das Bad investiert, sondern ließ es herunterkommen.
Als die beiden Städte das Bad wieder an sich zogen und am 17. Dezember übernehmen, waren es nicht nur die sichtbaren Schäden, die Kopfzerbrechen bereiteten. Fast täglich traten außerdem neue Überraschungen in Form von verdeckten Mängeln zutage. Einzelne Bereiche mussten sofort geschlossen werden. So wurde die Erdsauna wegen Einsturzgefahr abgerissen, der Schwimmerbereich und das Thermalbad stand Besuchern nicht zur Verfügung, weil die Decke drohte, einzustürzen, das Dampfbad wurde dicht gemacht, da die nicht fachgerechten Stromleitungen ein Sicherheitsrisiko für die Gäste darstellten und auch die drei Rutschen durften nicht benutzt werden, weil die Verantwortlichen erhebliche Unfallrisiken sahen. Was den Besuchern blieb, war nicht viel mehr als beispielsweise im Ulmer Westbad oder im Neu-Ulmer Hallenbad. Von einem Erlebnisbad war weit und breit keine Spur. Bestimmte Reha-Kurse und das Schulschwimmen mussten komplett abgesagt werden, weil zeitweise nur noch das Wellenbad für das Badevergnügen zur Verfügung stand.
Das hatte äußerst negative Folgen auf der Einnahmeseite. Immer mehr blieben die Besucher aus. Zählte Wolfgang Stichler in Spitzenzeiten bis zu 4.000 Badegäste, waren es zuletzt nur noch etwas mehr als 500, wie Gabriele Baier von der Freizeitanlagebetriebsgesellschaft (FZG) sagte. Sie ist Prokuristin in der Tochtergesellschaft der Neu-Ulmer Wohnungsgesellschaft Nuwog, die das Bad im Auftrag der beiden Städte betreibt.
Die Sanierung könnte sehr schnell ein Fass ohne Boden werden. Welche Summen notwendig sind, um den elf Jahre alten Spaßtempel auch nur einigermaßen auf den neuesten Stand zu bringen, ist unklar. Experten schätzen, dass der Aufwand in die Millionen geht.
Unklar ist auch, ob der Thermalwasserbrunnen wieder reaktiviert wird. Die Leitung ist verstopft und die teure Pumpe kaputt. Eine Reparatur wird also eine teure Angelegenheit. Andererseits war das Thermalwasserbecken ein Alleinstellungsmerkmal in der regionalen Spaßbäder-Landschaft und hat hauptsächlich ältere Besucher angezogen. Deshalb hat Gabriele Baier von der FZG “größtes Interesse”, dass wieder Thermalwasser gefördert und in das Becken im Atlantis gepumpt wird. Da allerdings haben die beiden Städte das letzte Wort. Sie wollen die Reaktivierung der Therme vom Ergebnis einer Wirtschaftlichkeitsberechnung abhängig machen.Der Neu-Ulmer Stadtrat und der Ulmer Gemeinderat werden sich nach Auskunft von Gerd Hölzel in einer Sitzung Ende Juli mit der Zukunft des Atlantis befassen müssen. Bis dahin sollen von Bauexperten verlässliche Zahlen vorliegen, was eine Generalsanierung und was eine Modernisierung des Bades kosten wird. Bis dahin können sich die Räte auch Gedanken machen, was notwendig, sinnvoll und wünschenswert ist, um die Attraktivität zu steigern.
In dieser Sitzung werde man sich auch darüber unterhalten, ob das Bad weiterhin unter dem Dach der Nuwog-Tochter FZG betrieben wird oder ein neuer Pächter gesucht wird. Nicht wenige Stadt- und Gemeinderäte glauben, das Atlantis sei in Händen eines Bäderprofis besser aufgehoben und könne rentabler betrieben werden.
Dann allerdings hat der Spaß auch wieder einen höheren Preis. Die Eintrittstarife bewegen sich derzeit in etwa auf dem Niveau der städtischen Hallenbäder. Sobald aber wieder mehr geboten ist im Atlantis, werden auch die Eintrittspreise nach und nach wieder erhöht, prophezeit Gabriele Baier.
Artikel vom 09.06.2008, Augsburger Allgemeine
[07/2008]
„Atlantis” wird zum Fass ohne Boden
Neu-Ulm
Als „Fass ohne Boden“ erscheint mittlerweile manchem Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss des Neu-Ulmer Stadtrats das Freizeitbad Atlantis. Dennoch haben sie jetzt den Einbau einer neuen Aufbereitungsanlage fürs Thermalwasser beschlossen. Die Reparatur des Wasserfördersystems aus 1.000 Metern Tiefe kommt hinzu.
Erheblicher Unmut lag über dem Ausschuss, weil Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner in einer Eilentscheidung den auf seine Stadt zukommenden Kostenanteil schon mal freigegeben hatte. „Ulm sollte uns nicht vor vollendete Tatsachen stellen“, kritisierte CSU-Stadtrat Wolf-Dieter Freyberger.
Auch Oberbürgermeister Gerold Noerenberg hielt dies Vorgehen für nicht angemessen, weshalb er die Entscheidung erst mal dem Finanzausschuss vorlegte. Es geht in der Summe immerhin um gut 200.000 Euro, von denen Neu-Ulm ein Drittel zu tragen hat.
Seit Mitte vorigen Jahres fließt im Atlantis kein Thermalwasser mehr. Ein Pfropf aus eingeschwemmten Schwefel- und Eisenteilchen verstopft in einem halben Kilometer Tiefe die Förderrohre. Ihn zu entfernen, wird allein schon gute 90.000 Euro kosten. Wie Uli Frommer, zuständig für Stadtentwässerung und Wasserbau, im Ausschuss vortrug, soll Anfang kommenden Jahres mit der Freilegung der Röhre begonnen werden. Anschließend wird das gesamte Fördersystem mit einer Kamera abgefahren, um den Zustand der Anlage zu begutachten.
Die Finanzmittel für diese Arbeiten, zu denen auch der Austausch der Förderpumpe in 350 Metern Tiefe und der Ersatz von Rohrleitungen rechnen, hatte der Stadtrat bereits am 30. Juli freigegeben. Die Aufträge dazu sind laut Frommer vergeben. Unerwartet für den Finanzausschuss kam nun allerdings die Erkenntnis, dass auch die Aufbereitung des aus der Tiefe ins Atlantis strömenden warmen Wassers nicht mehr funktioniere. Es gehe aber auch nicht an, führte Uli Frommer aus, in ungefiltertem Thermalwasser zu baden.
Der aus der Tiefe mitgeführte hohe Eisenanteil trübe das Wasser und lagere sich in den Planschbecken ab. Fast unangenehmer aber der enthaltene Schwefel, der das Wasser schlicht nach faulen Eiern stinken lasse. Widerwillig gab der Ausschuss den Neu-Ulmer Anteil in Höhe von 32.500 Euro für die Wasseraufbereitung frei.
Weitere Kosten aber kommen auf beide Städte zu. War der notwendige Sanierungsbedarf des Bades bislang auf rund drei Millionen Euro veranschlagt worden, wird er mittlerweile aufs Dreifache geschätzt. Damit steigen auch die Planungskosten von ursprünglich 245.000 auf nun voraussichtlich 420.000 Euro. Ins Geld geht auch die Beseitigung der festgestellten Brandschutzmängel an der Eislaufanlage. Schließlich sind Verbesserungen am Donaufreibad nötig.
Angesichts der recht unübersichtlichen Faktenlage riet der Oberbürgermeister zu „einer pragmatischen Lösung“. Dem Erwerb der Wasseraufbereitung stimmte der Ausschuss zu. Alle anderen Positionen will er sich am 3. Dezember von den zuständigen Fachleuten und Firmen erklären lassen. Und im Februar soll dann im gemeinsamen Lenkungsausschuss beider Städte insgesamt über die Zukunft des Atlantis verhandelt werden, damit das undichte Fass endlich einen Boden bekommt.
Artikel vom 28.11.2008, Augsburger Allgemeine
[12/2008]
Im ‘Atlantis’ verschlägt es dem Rat die Sprache
Neu-Ulm
Dass das Neu-Ulmer Freizeitbad ‘Atlantis’ saniert wird, steht schon seit Längerem fest. In welchem Umfang das geschehen muss, darüber hatten wohl bis gestern mancher Stadtrat und manche Stadträtin falsche Vorstellungen. Vor Ort informierten Mitarbeiter des mit der Sanierung beauftragten Büros ‘nps Bauprojektmanagement’ die Gremiumsmitglieder – und was die Räte zu sehen bekamen, verschlug dem einen oder anderen die Sprache.
Noch bevor der Rundgang startete, informierte nps-Mann Robert Scholz darüber, dass allein für die Renovierung der Eislaufanlage zusätzlich und recht bald 600.000 Euro locker gemacht werden sollten. Für das Donaufreibad veranschlagte er weitere 80.000 Euro.
Die Tour durch Bad, Sauna und Katakomben war wenig erfreulich: Für die ‘verzogenen’ Umkleidekabinen gibt es keine Ersatzteile mehr, von der Decke über der Bäderlandschaft rieselt der Putz ins Wasser, das Holzdach ist durchfeuchtet, eine durch ein Schwimmbecken verlaufende Dehnfuge ist undicht, so dass Wasser in den Keller läuft, die Tage des Blockhauses im Saunabereich sind gezählt, das ‘Duschhaus’ hat bauphysikalische Macken, der Bodenbelag im Schwitzbereich ist fast nicht zu reinigen.
Bei der Technik im Keller sieht es nicht viel ermutigender aus, wenngleich einige dringend notwendige Arbeiten schon ausgeführt wurden. Was auf jeden Fall ‘in die Hand’ genommen werden muss, ist die gesamte Elektroinstallation. Auf den Kabelhauptstrang ist Chlor getropft. Wenigstens eine gute Nachricht gibt es: Ab April soll wieder Thermalwasser fließen.
Artikel vom 18.02.2009
[04/2009]
Von den Rutschen bis zur Sauna, von der Lüftungsanlage bis zur Elektrotechnik: Das Freizeitbad ‘Atlantis’ ist aufgrund von Baumängeln, Hochwasser- und Brandschäden sowie durch Abnutzung von oben bis unten in vielen Bereichen marode. Es muss deshalb komplett auf Vordermann gebracht werden. Die Städte Ulm und Neu-Ulm hatten nun über zwei Alternativen zu entscheiden: Entweder wird das Bad in mehreren Bauabschnitten in den nächsten Jahren saniert und bleibt teilweise geöffnet. Oder es wird in einem Block generalüberholt. Der Ulmer Gemeinderat und der Neu-Ulmer Stadtrat haben sich gestern bei einer gemeinsamen Sitzung im Haus der Begegnung mit deutlicher Mehrheit für die zweite Variante entschieden.
Das Atlantis wird noch in diesem Sommer für voraussichtlich mindestens zwei Jahre geschlossen. In dieser Zeit erfolgt die Grundsanierung des Bades. Die Kosten dafür – bislang auf 9,2 Millionen Euro beziffert – tragen die Städte. Parallel zu den Arbeiten soll ein Betreiber gesucht werden. Die Ausschreibung soll bereits in den nächsten Wochen erfolgen. Mit diesem Betreiber soll dann ein Konzept für das ‘neue Atlantis’ erarbeitet werden. Denkbar sind viele Verbesserungen, von einem neuen Gastrobereich über eine Wellness-Sauna bis zur Looping-Rutsche. Möglicherweise betreiben auch künftig die Städte das Bad. Sie sollen auf jeden Fall Eigentümer bleiben. Jahrelange Streitereien wie mit dem früheren ‘Bäderkönig’ Wolfgang Stichler sollen so vermieden werden.
Auf Ulmer Seite waren die Grünen und im Neu-Ulmer Stadtrat die SPD gegen eine durchgehende Schließung. ‘Es geht um die Beschäftigten’, sagte Michael Joukov (Grüne). Für sie muss in jedem Fall ein Sozialplan erstellt werden. Ein Teil der Mitarbeiter wird wohl entlassen werden.
Die deutliche Mehrheit der Räte beider Städte war dennoch der Meinung, es sei besser, einen Neuanfang zu wagen. ‘Wir sollten das aus einem Guss machen, das ist die sauberste Lösung’, sagte Joachim Hedwig (CDU). ‘Es ist alles noch schlimmer als gedacht, deswegen müssen wir einen Schnitt machen’, fand Dorothee Kühne (SPD). Walter Grees (FWG) sagte: ‘In zwei Jahren wird ein neues Kapitel aufgeschlagen, mit einem Paukenschlag, vielleicht sogar mit einem neuen Namen.’
Artikel vom 19.03.2009
[04/2009]
Vom Atlantis gibt es Geld zurück
Ulm/Neu-Ulm (AZ)
Am 30. Juni schließt das Freizeitbad Atlantis für eine rund zweijährige Generalsanierung. Wer noch Gutscheine oder Wertkarten für das Atlantis hat, kann diese für das Donaufreibad, das nach umfassender Sanierung am 1. Juni wieder eröffnet wird, weiterverwenden.
Alternativ bietet die Badbetreibergesellschaft FZG nach Angaben der Stadtverwaltung Ulm den Badegästen an, Gutscheine und Wertkarten zurückzunehmen und das Guthaben auszuzahlen. Wie der Betreiber mitteilt, können Wertkarten und Gutscheine im Zeitraum vom 2. bis 30. Juni direkt im Atlantis, ab dem 4. Juli bis Ende August im Donaufreibad am Kassenautomaten zurückgegeben werden. Das Restguthaben wird ausgezahlt, eine Ausnahme gilt für die „Super Gold Karte“, wenn diese noch ein hohes Guthaben aufweist: In diesen Fällen wird das Geld überwiesen.
Artikel vom 15.05.2009
Das Atlantis Erlebnisbad ist wegen Revisionsarbeiten seit 01.07.2009 geschlossen. Die Wiedereröffnung wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Neueröffnung als Wonnemar,Webpage
am 1.1.2011.
Bisher keine FKK Zeiten. [01/2011]
Das neue Wonnemar in 89231 Neu-Ulm / Bayern bietet nun FKK-Zeiten in der Badelandschaft in Verbindung mit dem langen Saunaabend an.
Dies ist jeden ersten Freitag im Monat.
Das textilfreie Baden ist allerdings nur von 22:00 Uhr bis 24:00 Uhr möglich.
[07/2011]

